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Flohbefall bei Hund, Katze und Heimtieren

Der Flohbefall zählt zu den häufig beobachteten Fällen von Parasitenbefall bei Hunden, Katzen und anderen Haustieren. Hierbei parasitieren die Adulten Formen der Flöhe auf ihren Wirten und ernähren sich von ihrem Blut. Die Folgen für den Wirt hängt stark vom Grad des Befalls ab und ob eine Flohspeichelallergie vorhanden ist.

Vorkommen

Von über 2000 bekannten Floharten, gehören der Katzenfloh, der Hundefloh und der Menschenfloh zu den bekanntesten Arten. Dabei ist es zu über 90 Prozent der Katzenfloh, der die Wirtstiere, sowohl Hunde als auch Katzen und deren Halter, befällt. Der Menschenfloh ist bei Haustieren seltener zu beobachten und der Hundefloh eher speziell bei Hunden die auf dem Land leben. Die Ausbreitung der Parasiten erfolgt durch erwachsene Flöhe. Diese vermehren sich über bis zu 100 Eier täglich, die aus dem Fell der befallenen Tiere ausfallen und sich dann in der Umgebung verteilen. Als Larven ernähren sie sich von der Ausscheidung der erwachsenen Flöhe, bevor sie sich verpuppen. Bei passenden Umgebungsbedingungen schlüpfen dann die Jungtiere, die sich wiederum neue Wirtstiere suchen. Dort verbleiben sie nach Möglichkeit ihr gesamtes Leben bis zu 100 Tage und pflanzen sich weiter fort. Ein Entwicklungszyklus dauert drei bis vier Wochen, höchstens etwa ein halbes Jahr.

Ursachen

Der Flohbefall erfolgt über den Kontakt mit bereits infizierten Tieren oder aber auch über die so genannten Hot Spots. Das sind die Punkte, wo die Eier der Flöhe abgelegt wurden und sich entwickeln können. In Frage kommen schattige und feuchte Plätze in der Natur ebenso, wie die Lagerstätten befallener Tiere und deren Umgebung. Dabei befallen nur erwachsene Flöhe die Wirtstiere.

Symptomatik

Auffällig bei Flohbefall ist vor allem das veränderte Verhalten der Tiere. Diese kratzen sich häufig, da durch den Stich der Flöhe ein starker Juckreiz entsteht, der auch sehr schmerzhaft werden kann. Bei genauerer Untersuchung werden auch die Flohstiche selbst sichtbar. Entzündungen durch den Stich und das heftige Kratzen sind nicht selten. In Fällen eines stärkeren Flohbefalls wird oftmals auch eine Blutarmut (Anämie) beobachtet. Seltener kommt es dadurch bei kleineren Tieren und Jungtieren auch zu Todesfällen. Die Flohstichallergie führt durch den Speichel beim Flohstich zu heftigen Dermatitiden beim Wirtstier, die mit teilweise offenen Hautstellen für weitere Krankheitserreger Tür und Tor öffnen.

Diagnose

Neben dem Auffinden der Flöhe selbst im Fell der Tiere sind die typischen Stichstellen, Rötungen, ein starker Juckreiz sowie mit dem Flohkamm ausgekämmte Flöhe, Eier und Flohkot die sichersten Anzeichen für einen Flohbefall.

Therapie und Prognose

Sinnvoll ist immer die Bekämpfung der Ursachen selbst, sprich eine Vernichtung aller auf dem Tier und dessen Umgebung lebender Flöhe. Systemische Mittel sind vor allem im Hinblick auf die Flohstichallergie eher weniger sinnvoll. Aufgrund des Entwicklungszyklus der Flöhe bringt nur eine längerfristige Behandlung Sinn. Die Bekämpfung der erwachsenen Flöhe mit Sprühinsektiziden für Haustiere ist dabei ebenso wichtig, wie die Bekämpfung der Eier, Larven und Puppen im gesamten häuslichen Bereich. Eine Behandlung der Tiere und der Umgebung (Entseuchung) über einen Zeitraum von drei Monaten wird empfohlen. Während für die Tiere selbst die flüssigen Flohmittel die günstigste Wahl sind, sollte die Umgebung durch konsequente Hygiene und Sauberkeit entseucht werden.

Ergänzungen

Flohbefall ist nicht zwingend ein Zeichen für Unsauberkeit. Nur konsequente Vorbeugung durch regelmäßige Kontrolle und prophylaktische Flohbehandlung schafft ein gewisses Maß an Sicherheit.