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Durchfall bei Hund und Katze

Der Durchfall bei Hunden und Katzen ist eine Verdauungsstörung, die mit unkontrolliertem, oftmals schleimig bis flüssigem und übel riechendem Kotabgang verbunden ist. Besonders bei häufigem oder länger andauerndem Durchfall ist die Diagnose und Behandlung durch einen Tierarzt erforderlich, da mehrere Ursachen in Frage kommen. Dasselbe gilt bei Blut im Stuhl.

 

Vorkommen

Durchfall bei Hunden und Katzen kommt in allen Regionen und bei allen Rassen vor und muss besonders wegen seiner Ursachen sehr genau beobachtet und diagnostiziert werden. Von eher harmlosen Verdauungsstörungen bis hin zu ernsthaften ansteckenden Krankheiten reicht die Palette der Möglichkeiten, da Durchfall weniger als Krankheit selbst, sondern eher als Symptom anderer Erkrankungen zu sehen ist.

Diagnose

Kurzzeitiger Durchfall, sofern er nicht mit Blut durchsetzt ist, sollte in der Regel kein Anlass zu ernsthafter Besorgnis sein. Oftmals signalisiert das Tier damit lediglich eine Unverträglichkeit gegen ein Futtermittel oder es liegt eine Darmreizung vor. Anhaltender und immer wieder auftretender Durchfall muss ernst genommen werden, da hier auch Bakterien, Würmer und schwere Erkrankungen des Verdauungstraktes und andere Tierkrankheiten in Frage kommen. Eine genaue Diagnose ist hier nur mit einer labortechnischen Untersuchung einer Stuhlprobe und einer Beurteilung des Allgemeinzustandes von Hund oder Katze möglich. Grundsätzlich sollten jedoch zunächst durchfallverursachende Stoffwechselerkrankungen und andere organische Befunde ausgeschlossen werden

Symptomatik

Abgesehen von der untypischen Konsistenz des Kotes zeigen sich bei anhaltendem Durchfall oftmals auch weitere Begleiterscheinungen einer Erkrankung. Blut im Stuhl, allgemeines Unwohlbefinden, Abgeschlagenheit und Apathie sind Zeichen einer ernsthaften Erkrankung, die tierärztlich untersucht werden muss. Oftmals sind auch psychisch bedingte Reizfaktoren von Bedeutung. In jedem Fall sollte bei länger als 24 Stunden anhaltendem Durchfall ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Therapie und  Prognose

Wird der Ursache des Durchfalls gewissenhaft auf den Grund gegangen, sind erfolgreiche Therapien die Regel. Bei bakteriellen Krankheiten, Würmern und Parasiten helfen entsprechende Medikamente. Sind Nahrungsunverträglichkeiten die Ursache des Durchfalls, können auch diese relativ unkompliziert durch die Gabe anderen Futters ausgeschlossen werden. Bei einem Verdacht auf psychische Ursachen empfiehlt sich durchaus auch der Weg zu einem Spezialisten für das Verhalten von Haustieren.. Da Durchfall eher ein Symptom für andere Störungen ist, hängt der Heilungsverlauf im Wesentlichen vom Erfolg der Behandlung der ursächlichen Krankheit ab.

Ergänzungen

Oftmals machen Durchfallerkrankungen für den Halter von Hunden und Katzen erhebliche Umstände. Vermeiden Sie es trotzdem, ihr Tier für den unkontrollierten Stuhlabgang zu bestrafen, um nicht zusätzliche psychische oder psychosomatische Störungsbilder zu provozieren. Vermeiden Sie zunächst auch den Kontakt mit anderen Tieren.