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Druse beim Pferd

Die Druse beim Pferd ist eine höchst infektiöse und tierärztlich behandlungsbedürftige bakterielle Infektion, die durch den Erreger Steptococcus equi subsp. equi hervorgerufen wird und mit hohem Fieber einhergeht. Da die Druse vorrangig bei Pferden zwischen 1 und 5 Jahren auftritt, wird sie auch als Pferde-Kinderkrankheit bezeichnet.

Vorkommen und Übertragung

Die Erkrankung der oberen Atemwege und des Lymphsystemes im Kopf tritt weltweit in Erscheinung. Auch wenn vorrangig junge Tiere erkranken, sind oftmals auch ältere Pferde und andere Equiden betroffen. Übertragen wir die Druse durch Tröpfcheninfektion. Nach einer Inkubationszeit von 3 bis etwa 8 Tagen bricht die Krankheit aus. Die Druse ist höchst ansteckend! Auch Übertragungen durch Gegenstände, Futter und Wasser sind möglich.

Symptomatik

Wegen der Atembeschwerden recken die erkrankten Tiere Kopf und Hals oftmals weit nach vorn, der Ausfluss von Futterresten auch durch die Nase und ein vermehrtes Speicheln sind typisch. Die allgemeine Mattigkeit und die geschwollenen Lymphknoten werden begleitet durch entzündliche Prozesse mit Abszessbildung nach etwa ein bis zwei Wochen nach der ersten Diagnose. Günstigenfalls fließen eitrige Substanzen nach dem Aufplatzen der Abszesse nach Außen ab, in schlimmeren Fällen fließt der Eiter nach Innen in Atemwege und Lunge ab und verbreitet die Krankheit auf das weitere Lymphsystem des Pferdes.

Diagnose

Eine Verdachtsdiagnose kann durch die Auffälligen Symptome nach einer Tierärztlichen Untersuchung gestellt werden. Der bakteriologische Nachweis von Steptococcus equi subsp. Equi bestätigt diesen Verdacht.

Therapie und Prognose

Unumgänglich ist die Trennung betroffener Tiere von den anderen Tieren, um eine weitere rasche Ausbreitung der höchst ansteckenden Krankheit zu vermeiden. Eine strengste Hygiene ist unerlässlich. Bis etwa sechs Wochen nach der Erkrankung sollen die Tiere getrennt ausschließlich im Stall bei angenehmer Wärme allein gestellt bleiben. Weiches Futter und zusätzliche Wärme zur Abszessreifung werden empfohlen. Treten beim Aufbrechen der Abszesse und beim Auslaufen nach Außen keine Komplikationen auf, ist die Krankheit nach ca. 6 Wochen ausgeheilt. Das Tier bleibt dann immun. Bei Abszesskomplikationen empfiehlt sich eine tierärztlich verordnete Gabe von Antibiotika. Es bestehen bei günstigem Verlauf gute Heilungschancen.