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DCM -Dilatative Kardiomyopathie bei Hund und Katze

Die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine Herzmuskelerkrankung, die einhergeht mit einer Erweiterung des Herzmuskels und einem messbar schwächeren Herzschlag. Die damit einhergehende schlechtere Durchblutung und Versorgung anderer Organe provoziert Entlastungsmechanismen, wie zum Beispiel die Erhöhung des Blutdrucks. Dies schädigt das Herz jedoch, umso mehr, was schließlich auch zum plötzlichen Herztod führen kann.

 

Vorkommen

DCM kommt vor allem bei Hunden vor und ist bei Katzen sehr selten. Sie ist jedoch keine ansteckende Krankheit. Besonders große Hunde sind des Öfteren von der DCM betroffen, kleinere Rassen eher weniger. Die Dilatative Kardiomyopathie ist weltweit verbreitet.

Ursachen

Unterschieden wird in die sekundäre und in die primäre DCM. Während bei der primären DCM die Ursachen eher unklar sind wird eine genetische Komponente vermutet. Die Ursachen der sekundäre DCM sind systemische Erkrankungen, Mangelversorgungen (bei Katzen vor allem Taurin) oder die Wirkung einzelner Medikamente.

Symptomatik

Anzeichen für eine möglicherweise vorliegende DCM sind allgemein nachlassender Spiel- und Bewegungsantrieb, die bemerkbare Atemnot auch ohne Belastung und oftmals auch wiederholt auftretende Fälle von Bewusstlosigkeit ohne direkte Erklärung. Des weiteren tritt eine allgemeine Beschleunigung der Herzfrequenz, Husten durch Wasser in der Lunge und bläuliche Schleimhäute, durch die Sauerstoffmangelversorgung, auf.

Diagnose

Der erste Verdacht liefern die oben genannten Symptome und die Allgemeine klinische Untersuchung. Hierbei kann der Tierarzt Herzgeräusche, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen und ein Lungenödem feststellen. Die Absicherung der Diagnose erfolgt mit einem EKG und einem Herzultraschall.

Therapie und Prognose

DCM wird zumeist medikamentös mit der Gabe von Herzmedikamenten behandelt. Oftmals sind auch Unterversorgungen mit Taurin oder Carnitin gleichzeitig zu behandeln. Die Heilungschancen sind von Tier zu Tier unterschiedlich zu bewerten. Während einige schwer erkrankte Tiere nach erfolgreicher Medikamenteneinstellung noch Monate oder Jahre überleben, sterben andere Tiere schon kurz nach der Diagnose. Da DCM zunehmend auch als systemische Erkrankung beschrieben wird, ist auch die Behandlung der kompensierenden Erscheinungen angezeigt.